Fakten und Zahlen

Hätten Sie es gewusst?

Presseinformation
Im „Pulsschlag“, dem Informationsblatt der Medizinischen Einrichtungen der Universität Münster, Ausgabe 01/1998 erschien folgender Artikel über den Einsatz eines neuen Übungsgerätes zur Brandbekämpfung:

Wenn PC oder Papierkorb Feuer fangen

Werkfeuerwehr verfügt seit Jahresbeginn über Brandsimulator

 

Realitätsnah und umweltfreundlich

Wenn PC oder Papierkorb in Flammen stehen, dürfte es wohl zu spät sein, erst einmal die Gebrauchsanweisung des Feuerlöschers zu studieren. Viele Beschäftigte der ME wissen mit diesen Geräten und anderen Maßnahmen zur Bekämpfung und Vorbeugung von Bränden unterschiedlichster Art heute bestens Bescheid. Zumindest diejenigen, allen voran Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des pflegerischen Bereichs, die an einer der vielen Brandschutzeinweisungen der Werkfeuerwehr teilgenommen haben. Das Interesse an diesen gesetzlich sogar jährlich vorgeschriebenen theoretischen und praktischen Unterrichtungen nimmt in den letzten Jahren deutlich zu: Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl der Teilnehmer von 324 in 1995 auf 2970 in 1997 gut verneunfacht.

Fakt I

In Deutschland sterben jährlich 400 bis 500 Menschen bei Feuerentwicklungen in Gebäuden.

Für die Werkfeuerwehr ist diese Entwicklung zwar erfreulich, doch kein Grund, sich jetzt beruhigt zurückzulehnen. Vielmehr will das Team um Josef Strotmeier Engagement und Aktivitäten auf diesem Gebiet eher noch verstärken. Was den praktischen Teil betrifft, so dürften die Unterweisungen künftig sogar noch beeindruckender, dadurch vielleicht sogar noch effektiver und nicht zuletzt auch umweltfreundlicher werden. Seit Jahresbeginn verfügt die Feuerwehr nämlich über einen mobilen Brandsimulator. Mit diesem Gerät können Brände unterschiedlichster Art realitätsnah demonstriert und das gezielte Ersticken der Flammen mit den diversen Löschmitteln in aller Ruhe immer wieder eingeübt werden, ohne dass wie früher das Feuer vielleicht längst verglüht ist. Von einem elektronischen Steuerpult aus wird per Knopfdruck Propangas zu einer metallenen Brandplattform geleitet, und auf ein weiteres Signal hin springen die Flammen empor.

Fakt II

Der geschätzte Sachschaden wird mit insgesamt ca. 3,5 Milliarden Euro beziffert.

Demonstriert werden können anhand verschiedenen Zubehörs der Anlage nicht nur Mülleimer-, PC-, Flächen- oder Flüssigkeitsbrände, auch die Explosion einer Spraydose wird eindrucksvoll vor Augen geführt oder auch die Konsequenz bei Einsatz eines falschen Löschmittels. Dadurch, dass das Feuer vom Steuerpult aus in kürzester Folge beliebig oft wieder entfacht werden kann, hat auch jeder Teilnehmer tatsächlich die Gelegenheit, mit dem Löschgerät auf lodernde Flammen zu zielen.

Fakt III

Über 50% dieser Brandfälle könnten durch geschultes Betriebspersonal verhindert werden.

Veränderungen sind in Kürze auch hinsichtlich der Organisation der Brandschutzeinweisungen zu erwarten. Neben der theoretischen und praktischen Grundeinweisung für Neulinge werden künftig für Fortgeschrittene Wiederholungs- und Erweiterungsübungen im praktischen Bereich angeboten. Darüber hinaus soll es auf der Grundlage des neuen Alarm- und Einsatzplanes spezielle Einweisungen für Führungskräfte – etwa Stationsleitungen, Oberschwestern, Meister und leitende Ärzte – geben. Denn bei diesem Personenkreis, so Strotmeier, liege im Ernstfall die erste praktische Einsatzleitung bis zur Ablösung durch die Feuerwehr. Nach der guten Resonanz im Pflegebereich sollen jetzt, nicht zuletzt auf Initiative des wissenschaftlichen Personalrats, verstärkt auch Mitarbeiter des ärztlichen Dienstes angesprochen werden.

Fakt IV

… kann vorbeugend helfen!